Winterreifen: Wissenswertes und Tipps für den Kauf

Zumindest im hohen Norden gab es bislang ja noch gar keinen richtigen Winter mit Schneematsch und Glätte. Aber wer weiß, vielleicht bekommen die Nordlichter in der nächsten Zeit doch noch etwas Schnee zu Gesicht. Trotz der quasi nicht vorhandenen Minusgrade sind Winterreifen in der kalten Jahreszeit Pflicht, da sich das Wetter schließlich theoretisch schnell umstellen kann. Sollten Ihre Winterreifen nun älter als vier Jahre sein, so sind im nächsten Winter neue Reifen fällig, denn durch Verschleiß und Alterung haben sich die Reibungseigenschaften Ihrer Reifen sicherlich stark verschlechtert. Auch können Sie sich an der Profiltiefe orientieren, welche bei Winterreifen idealerweise bei vier mm liegen sollte.

Winterreifen im Internet kaufen

Wer sich bereits ein wenig mit Reifen auskennt und auf die Beratung eines Fachhändlers verzichten kann, kann Winterreifen im Internet in der Regel weitaus günstiger erstehen. Die dort angebotenen Reifen sind prinzipiell die gleichen Modelle wie jene, die vom Autohändler vor Ort angeboten werden, wobei sie im Netz merklich günstiger sind. Grundsätzlich erkennt man Winterreifen daran, dass sie auf der äußeren Reifenwand mit der Kennzeichnung M+S (Matsch und Schnee) versehen sind. Einige Modelle besitzen zusätzlich ein Schneeflockensymbol, welches jedoch keine Pflicht ist. Der ADAC empfiehlt trotzdem, ein Reifenmodell mit beiden Kennzeichnungen zu wählen. Im Übrigen tragen nicht nur Winterreifen diese Symbole, sondern auch Ganzjahresreifen. Jene können in vielen Fällen mit echten Winterreifen mithalten, wobei es von Modell zu Modell große Unterschiede bezüglich der Funktionalität gibt. Um herauszufinden, welche Ganzjahres- oder Winterreifen die besten sind, ist es ratsam, im Internet oder aber in Fachzeitschriften nach Tests zu suchen, welche die aktuell verfügbaren Reifenmodelle verschiedener Hersteller bewerten. In vielen jener Tests hat sich wie so oft gezeigt, dass die teuersten Reifen nicht immer unbedingt auch die sichersten sein müssen. Es gibt also gleich doppeltes Sparpotenzial, welches unbedingt genutzt werden sollte. Noch mehr sparen kann man, wenn man den Reifenwechsel selber vornimmt und die Reifen selber in der Garage oder im Keller lagert. Die Reifen sollte man jedoch nur dann wechseln, wenn man diesen Vorgang auch wirklich beherrscht.

Wirkt sich das warme Wetter eigentlich negativ auf die Winterreifen aus?

Manch ein Autofahrer befürchtet momentan, dass die milden Temperaturen den Winterreifen schaden könnten. Diese Sorge ist unbegründet. Zwar bringen die Reifen bei Temperaturen zwischen 2 und minus 2 Grad die besten Leistungen, jedoch wird die Leistung auch bei milderen Temperaturen nicht merklich schlechter. Temperaturen von 10 bis 15 Grad sind vollkommen unbedenklich und haben keinen nachgewiesenen Einfluss auf die Reifenqualität. Lediglich bei sommerlich warmen Temperaturen leiden die Bremseigenschaften der Winterreifen.

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