Höheres Bußgeld für Winterreifenmuffel

Wer sich trotz Winterreifenpflicht mit Sommerreifen auf verschneite Fahrbahnen begibt, riskiert nicht nur seine Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch ein höheres Bußgeld. Die Bundesregierung hat beschlossen die Strafen für Winterreifenmuffel zu verdoppeln. Wer dabei erwischt wird, zahlt dann 40 anstatt wie bisher 20 Euro. Das gab ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Montag in Berlin bekannt.

Die neue Regelung soll zusammen mit der Winterreifenpflicht im Bundesrat beschlossen werden und auch im Entwurf zur Neuregelung der Straßenverkehrsordnung (StVo) verankert werden. Wer den übrigen Verkehr gefährdet indem er mit ungeeigneter Bereifung unterwegs ist, zahlt demnächst 80 statt bisher 40 Euro. Allerdings man bekommt auch weiterhin nur einen Punkt in Flensburg für dieses gefährliche Fehlverhalten.

Die neue Winterreifenpflicht bringt auch eine neue Bußgeldverordnung mit sich. Bildquelle: Peter Kirchhoff / pixelio.de

Der Auto Club Europa (ACE) sieht diese Verdopplung der Bußgelder als vollkommen gerechtfertigt an und fordert schärfere Kontrollen vor allem bei Bussen und Lkw. Im letzten Jahr seien gerade einmal 62 Brummi-Fahrer wegen fehlender Winterbereifung und dadurch verursachter Gefährdung und Behinderung des Verkehrs von der Polizei belangt worden. In Deutschland sind aber rund 2,4 Millionen Lkw zugelassen, die jährlich rund 366 Millionen Fahrten unternehmen. Da es viele Fälle von Blockaden durch Winterreifenmuffeln gibt, die an Steigungen nicht mehr weiter kommen, ist klar, dass es hier auch eine große Dunkelziffer gibt. Schuld an diesen Behinderungen seien aber nicht die Fahrer selbst, sonder die Chefs der Speditionen die an der falschen Stelle probieren Geld zu sparen und auf Winterreifen verzichten.

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